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Fakten
Projekt

Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“ 

Fertigstellung

2025 (1. Teilabschnitt) 

Ort

Soest, Deutschland

Herausforderung

Die Wärmeverteilung im „Neuen Soester Norden“ erforderte großdimensionierte, komplexe Verteiler, die exakt an die Platzverhältnisse der Technikzentrale angepasst sein mussten. Gleichzeitig stand das Projekt unter hohem Zeitdruck, da das kalte Nahwärmenetz pünktlich zur Heizperiode in Betrieb gehen sollte.

Lösung

aquatherm plante und fertigte 4 individuelle Großverteiler und weitere Sonderbauteile aus aquatherm blue von bis zu 6 m Länge und 570 kg Gewicht vor. Die Arbeiten auf der Baustelle beschränkten sich auf den Einbau der Verteiler, was zu einer enormen Zeitersparnis führte. 

Anwendungsbereiche

Heizungsanbindung 

Produkt

aquatherm blue

Informationen

Vorgefertigte Großverteiler aus aquatherm blue im „Neuen Soester Norden“

Mit dem „Neuen Soester Norden“ entsteht derzeit das größte Neubaugebiet der Stadt Soest: rund 600 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern auf einer Fläche von rund 35 Hektar, die teilweise bereits fertiggestellt sind. Eine Besonderheit an dem neuen Soester Stadtteil ist die innovative Wärmeversorgung, bei der das kalte Nahwärmenetz im Mittelpunkt steht – aktuell eines der Größten bundesweit. 

Mit dem „Neuen Soester Norden“ kommt die Stadt Soest ihrer angestrebten Klimaneutralität einen Schritt näher. Maßnahmen wie Flachdachbegrünung, hohe energetische Gebäudestandards und Photovoltaik sollen zum Klimaschutz beitragen. Das kalte Nahwärmenetz zur Wärmeversorgung krönt den Vorzeigecharakter des neuen Wohnquartiers. 

Was ist kalte Nahwärme?

Ein Nahwärmenetz versorgt mehrere Gebäude über ein geschlossenes Leitungsnetz mit zentral erzeugter Wärme und Warmwasser. Im Unterschied zur klassischen Fernwärme sind die Distanzen deutlich kürzer – meist unter zwei Kilometern – und damit auch die Temperatur- und Leistungsverluste geringer. Als kalte Nahwärme werden Wärmenetze bezeichnet, die Gebäude auf niedrigem Temperaturniveau mit Energie aus Geothermie, Abwasser oder Solarthermie versorgen. 

Diese Technik kam im Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“ zum Einsatz. Die Kollektoren des Wärmenetzes liegen in einer Tiefe von 1,5 bis 3 m und nehmen dort die Erdwärme auf. Diese wird dann über Rohrleitungen zu den einzelnen Gebäuden transportiert. Im Inneren der Gebäude bringen Wärmepumpen die Wärme aus der Erde auf eine höhere Temperatur. 

Große Verteiler vorgefertigt

Das Herzstück des Nahwärmenetzes ist jedoch die Technikzentrale, in der die Wärmeverteilung und -steuerung zentral zusammenlauft. Hier entschieden sich die Stadtwerke Soest als Energieversorger der Baugebiets gemeinsam mit der Stadt Soest für den Einsatz von aquatherm blue. aquatherm war mit dem Rohrleitungssystem aquatherm blue in der Lage, die großen Verteiler und Sammler als passgenaue Bauteile vorzufertigen. In der Technikzentrale des „Neuen Soester Nordens“ kommen Rohrdurchmesser von 125 bis 630 mm zum Einsatz – eine Herausforderung, die präzise Planung, hohe Fertigungskompetenz und eine enge Abstimmung aller Beteiligten voraussetzte. 

Für das Projekt wurden insgesamt 4 individuelle Großverteiler und weitere Sonderanfertigungen aus aquatherm blue gefertigt, jeweils passgenau auf die Einbausituation in der Technikzentrale abgestimmt. Die Bauteile erreichen Größen von bis zu 6 m Länge und ein Gewicht bis zu 570 kg. Die komplexesten Baugruppen bestehen aus bis zu 50 Schweißungen. Durch die Vorfertigung am aquatherm Hauptsitz in Attendorn konnten die Schweißarbeiten wetterunabhängig, mit hoher Prozesssicherheit und dokumentierter Qualität durchgeführt werden. Auf der Baustelle selbst beschränkten sich die Arbeiten damit auf den Einbau der Verteiler.

Zeitdruck durch nahende Heizperiode

Ulrich Hermes, Projektleiter des am Projekt beteiligten Installationsunternehmens Henke GmbH aus Anröchte, berichtet, dass sein Team „sehr gute Erfahrungen mit der Verarbeitung der Rohrleitungen in den Dimensionen bis 630 mm“ gemacht habe - und das unter erhöhtem Zeitdruck des Projekts. Denn die Technikzentrale und somit das kalte Nahwärme-Netz sollten pünktlich zur Heizperiode fertiggestellt sein. 

Ulrich Hermes hebt hervor, dass ihnen dabei insbesondere „die schnelle Planung und die kurze Vorfertigungszeit seitens aquatherm zugutekamen“. Die geplante Fertigstellungszeit der Anlage lag bei rund 50 Werktagen – ein ambitionierter Zeitrahmen, der nur durch die Vorfertigung und die passgenaue Lieferung der Baugruppen eingehalten werden konnte.

 

 

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