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Einleitung

Mit Innovation und modernsten Werkstoffen den großen Aufgaben der Zukunft schon heute begegnen

Die Herausforderungen für das Bauwesen sind groß. Vor allem die Verringerung der Treibhausgasemissionen, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen, ist für alle Beteiligten eine große Aufgabe. Wir haben uns diesen Herausforderungen schon früh gestellt. Unsere Antwort: zukunftsweisende Werkstoffe. 

Unsere Rohrleitungssysteme aus Polypropylen (PP-R/PP-RCT) können in vielen Bereichen eingesetzt werden – zum Beispiel für Trinkwasser, Rechenzentren oder Fernwärme. Gegenüber klassischen Materialien wie Kupfer, Stahl oder PVC haben sie klare Vorteile: geringere CO2e-Emissionen (bis zu –37 %), deutlich weniger Gewicht (bis zu –85 %) und weniger Umweltauswirkungen durch Stickoxid-Emissionen in der Herstellung (bis zu –61 %).

Zusammen mit den herausragenden Eigenschaften wie der Korrosionsfreiheit und einem Recyclingpotenzial von 100 % bieten unsere Rohrleitungssysteme aus Polypropylen unseren anspruchsvollen Kunden eine optimale Lösung in allen Bereichen.

 

Cradle to Gate

Cradle to Gate – Das Plus schon bei der Herstellung

Welchen “Rucksack” ein Rohrleitungssystem bereits bei der Auslieferung mit sich führt, entscheidet sich bei der Wahl des Werkstoffs und der Verarbeitung. Wir setzen für unsere Rohrleitungssysteme Polypropylen ein. Aus gutem Grund.

Bei der Herstellung von aquatherm green entstehen zum Beispiel rund 35 % weniger Treibhausgasemissionen als bei einem vergleichbaren System aus Kupfer. Bei aquatherm blue sind es sogar etwa 37 % weniger Emissionen als bei einem Stahlrohrsystem. So macht sich das geringere Global Warming Potential (GWP) als Pluspunkt deutlich bemerkbar. Und auch bei der Emission von Schwefel- und Stickoxiden während der Produktion ist Polypropylen gegenüber herkömmlichen Materialien im Vorteil. Beispielsweise ist das Versauerungspotenzial bei der Herstellung von Stahlrohren bis zu 350 % höher als bei aquatherm blue.

  • bis zu 37 % weniger CO2e-Emissionen
  • bis zu 150 % geringere Smogbildung und bodennahes Ozon (sogenannter Sommersmog)
  • bis zu fünfmal geringeres Versauerungspotenzial durch Schwefeldioxid
  • bis zu 54 % geringeres Eutrophierungspotenzial (und damit geringere Gewässerbelastung)

CO2e-Emissionen (Cradle to Grave), Eutrophierungspotenzial & Gewicht

Bild 1Bild 2Bild 3
Global Warming Potential

Was ist das GWP (Global Warming Potential)?

Unterschiedliche Treibhausgase haben eine verschieden hohe Wirkung auf die Klimaerwärmung. Kohlendioxid (CO2) hat den Referenzwert GWP = 1. Methan hat hingegen einen GWP von 28 bis 30 und ist somit als Treibhausgas deutlich stärker wirksam. Zur besseren Vergleichbarkeit der Emissionen fasst man diese Gase, gewichtet nach dem GWP, als Äquivalente zum Kohlendioxid (CO2e) zusammen. 

aquatherm im Betrieb

aquatherm Rohrleitungssysteme im Betrieb – sparsam, haltbar und sicher

Wesentlich für die Gesamtbewertung eines Rohrleitungssystems können folgende Fragen sein: Wie viel Energie müssen wir im Betrieb des Systems einsetzen, und wie viel Energie geht beispielsweise durch Abwärme verloren? Wie belastbar und haltbar ist das System und wie verändern sich die Betriebsparameter im Laufe der Jahre? Wir liefern mit den aquatherm Rohrleitungssystemen die passenden Antworten. 

Das Flächenheiz- und Kühlsystem aquatherm black beispielsweise ist ideal für den Einsatz mit erneuerbaren Energiequellen (z.B. in Kombination mit einer Wärmepumpe) geeignet. Es arbeitet je nach Beschaffenheit des Decken-, Wand- oder Fußbodenaufbaus mit einer Vorlauftemperatur von gerade einmal 25-30° C. Bei aquatherm blue zeigen sich die hervorragenden Dämmeigenschaften von Polypropylen sehr deutlich. Mit einem Wärmeleitkoeffizienten von gerade mal 0,15 W/mK (zum Vergleich: Edelstahl bis 25 W/mK, unlegierter Stahl bis 45 W/mK und Kupfer bis 400 W/mK) sparen die aquatherm Rohrleitungssysteme Energie, Kosten und Dämmung. 

  • Geringer Wärmeleitkoeffizient (0,15 W/mK)
  • Korrosionsfrei
  • Praktisch keine VOC (Volatile Organic Compounds)
  • Haltbarkeit > 50 Jahre
End of life

End of Life – 100 % Recycling-Potenzial

Bis ein aquatherm Rohrleitungssystem ausgetauscht werden muss, vergeht einige Zeit: Nach unseren Berechnungen sind es mindestens 50 Jahre. Doch irgendwann stellt sich dennoch die Frage nach der Verwertung. Die gute Nachricht: Polypropylen lässt sich prinzipiell zu 100 % werkstofflich recyceln. 

  • 100 % werkstoffliches Recycling möglich
EPD und LCA

Geprüfte Daten – Die Umweltproduktdeklaration (EPD) und die Lebenszyklusanalyse (LCA)

Wir lassen unsere Rohrleitungssysteme hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen nach den Normen EN 15804 und ISO 14025 von externen Instituten prüfen und veröffentlichen die Ergebnisse als Umweltdeklarationen (EPD). Somit erhalten unsere Kunden die erforderliche Transparenz, die zum Beispiel bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen notwendig ist. Zusätzlich haben wir mit einer Lebenszyklusanalyse (LCA) einen detaillierten Blick in den Vergleich der aquatherm Rohrleitungssysteme aus Polypropylen mit vergleichbaren Systemen aus Kupfer, Stahl oder PVC geschaffen. 

 

aquatherm EPD

aquatherm Umweltproduktdeklaration

Transparent und geprüft –Alle wesentlichen Umweltdaten auf einen Blick

Mehr erfahren  EPDs anfragen

aquatherm Lebenszyklusanalyse (LCA) - auf Anfrage erhältlich

Lösungen durch Engagement

aquatherm – Lösungen durch Engagement

Mit unseren Rohrleitungssystemen aus Polypropylen setzen wir klare Pluspunkte. Und auch an unseren Standorten, allen voran am Hauptsitz in Attendorn, tragen wir mit etlichen Maßnahmen zur Senkung von Energieverbrauch und zur Vermeidung von Abfällen bei. Über unser Umweltmanagementsystem nach ISO 14001, unser Energiemanagementsystem nach ISO 50001 sowie unsere Qualitätssicherung nach ISO 9001 messen und bewerten wir diese Maßnahmen stetig. 

So konnten wir bis 2025 den Strom- & Gasverbrauch pro Tonne eingesetzter Polymere, Additive, Pigmente und Glasfasern bzw. Metalle klima- & konjunkturbereinigt um 17 % zum Referenzjahr 2022 senken. Das mag auf den ersten Blick nicht viel klingen, ist bei den engen technischen Möglichkeiten jedoch eine große Leistung.

Die Vermeidung von Abfällen spielt vor allem im Fertigungsprozess eine große Rolle und ist etwas, woran wir kontinuierlich und mit hoher Priorität arbeiten. Der Restmüll pro eingesetztem Produktionsmaterial (wie Polymere, Metalle oder Additive und Pigmente) lag 2025 deutlich unter den Vorjahreswerten. Auch mit einer Ausschussquote von kontinuierlich unter 7 % vermeiden wir unnötige Abfälle in der Produktion. Abfälle lassen sich nicht vollständig vermeiden, aber durch sortenreines Sammeln dem Recycling wieder zugeführt werden. Mit einer Getrenntsammelquote von fast 95 % leisten wir unseren Beitrag dazu.

  • Umweltmanagementsystem ISO 14001
  • Energiemanagementsystem ISO 50001
  • Qualitätsmanagementsystem ISO 9001
  • Senkung Energieverbrauch pro Tonne um 17 % (gegenüber 2022)
  • Abfall-Getrenntsammelquote 95 %
  • Ausschussquote kontinuierlich < 7 %

 

FAQ

FAQ

Ja. Bei der Herstellung von aquatherm green werden rund 35 % weniger Treibhausgase verursacht als bei einem vergleichbaren System aus Kupfer. Bei aquatherm blue sind es rund 37 % weniger CO2e-Emissionen als bei einem Stahlrohrsystem. Alle Werte gelten für die Herstellungsphase (Cradle to Gate, Module A1 - A3). Über den gesamten Lebenszyklus entstehen die meisten Emissionen in dieser Phase. Die Angaben werden nach EN 15804 und ISO 14025 ermittelt und von externen Instituten geprüft.

„Cradle to Gate“ beschreibt alle Umweltauswirkungen von der Rohstoffgewinnung bis zum Verlassen des Werktors. Sie erfasst also die Herstellung, nicht die Nutzung und Entsorgung. In unseren Umweltproduktdeklarationen (EPD) nach EN 15804 und der Lebenszyklusanalyse (LCA) erfassen wir die Umweltauswirkungen von der Herstellung bis zur Entsorgung (Cradle to Grave).

Ja. Über die Treibhausgasemissionen hinaus entstehen bei der Herstellung von Polypropylen deutlich weniger Schwefel- und Stickoxide (-60 % bei aquatherm blue gegenüber Stahl). Auch beim Versauerungs- und Eutrophierungspotenzial schneidet Polypropylen besser ab als Stahl, Kupfer und PVC. Dazu kommt das deutlich leichtere Gewicht, das den Transport- und Montageaufwand reduziert.

Polypropylen ist werkstofflich zu 100 % recycelbar. Das Material wird zu Granulat gemahlen und steht zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung. 

Wir rechnen mit einer Nutzungsdauer von über 50 Jahren für unsere Rohrleitungssysteme. Diese sind unter den verschiedenen Betriebsbedingungen für Temperatur und Druck berechnet worden. Polypropylen korrodiert nicht und ist gegenüber einer Vielzahl an Chemikalien bei unterschiedlichen Temperaturen inert. Die hydraulischen Eigenschaften bleiben über die Lebensdauer hin stabil.

Polypropylen ist gegenüber Stahl und Kupfer ein schlechterer Wärmeleiter. Daher ist der Wärmeverlust über die Rohrwand deutlich geringer als bei metallischen Rohren: PP-Rohr 0,15 W/mK, Edelstahlrohr bis 25 W/mK, unlegierter Stahl bis 45 W/mK und Kupfer bis zu 400 W/mK. Die Dämmpflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz bleiben davon unberührt. 

aquatherm green ist unter anderem DVGW-zertifiziert, für Trinkwasseranwendungen zugelassen und wird regelmäßig unabhängig darauf geprüft. Polypropylen ist korrosionsbeständig, enthält keine Weichmacher, die ins Trinkwasser gelangen könnten und auch bei der Verarbeitung werden keine hygienisch bedenklichen Zusatzstoffe benötigt.

Ja. Die Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD) stehen in unserer Wissensdatenbank unter „EPDs und Zertifikate” zum Download bereit. Die EPDs liefern die für Gebäudezertifizierungen und öffentliche Ausschreibungen notwendigen Kennwerte nach den Normen EN 15804 und ISO 14025. Zusätzlich kann man die Lebenszyklusanalyse (LCA) für aquatherm blue und aquatherm green im Vergleich zu Kupfer-, Stahl- und PVC-Systemen auf Anfrage erhalten.

Wir konnten zwischen 2022 und 2025 den Gesamtverbrauch von Strom und Gas je Tonne eingesetzter Rohstoffe klima- und konjunkturbereinigt um 17 % senken. Der Energiebedarf lag 2025 bei 0,96 kWh je Kilogramm verarbeitetem Material. Beim Abfallmanagement beträgt die Getrenntsammelquote rund 95 % und die Ausschussquote in der Produktion liegt bei weniger als 7 %.

Polypropylen wird aus fossilen Rohstoffen hergestellt, dennoch sind die verschiedenen Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus gegenüber Kupfer und Stahl günstiger. So werden beispielsweise viel weniger CO2e-Emissionen (bis 37 %) und weniger Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Schwefeldioxide freigesetzt. Deshalb sind potenzielle Umweltauswirkungen wie die Versauerung von Gewässern und Böden, die Überdüngung von Gewässern oder die Bildung von Sommersmog signifikant geringer. Zudem korrodieren Kunststoffrohre nicht und haben eine lange Lebensdauer, die wir auf mindestens 50 Jahre festlegen.

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